Wie kann mir eine Gruppe helfen?

Psychischen und psychosomatischen Beschwerden liegen häufig seelische Konflikte zugrunde, die nicht bewusst sind. Diese inneren Konflikte zeigen sich auch in der Gestaltung der Beziehungen zu anderen Menschen. Auch in der Therapiegruppe bauen Sie Beziehungen zu den anderen Mitgliedern auf. Die Gruppe kann hier als sozialer Mikrokosmos gesehen werden, der der Realität jedes einzelnen ähnelt. So können Sie in einem geschützten Raum der Therapiegruppe lernen, wie Sie ihr Verhalten steuern. Gleichzeitig bekommen Sie von den Mitgliedern Rückmeldung, wie Sie auf diese wirken. Sie lernen, Ihre seelischen und zwischenmenschlichen Schwierigkeiten besser zu erkennen, genauer zu verstehen und Änderungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Ihre Aufgabe im therapeutischen Prozess ist es, sich aktiv einzubringen. Äußern Sie sich so freimütig, wie es Ihnen möglich ist.

Die Rolle des Gruppenleiters ist, einen Überblick zu behalten, die Interaktionen zwischen Ihnen und den anderen Mitgliedern der Gruppe zu beobachten, um dann gemeinsam mit Ihnen zu klären, was gerade vor sich geht.

Es kann sein, dass die Gruppe Ihnen im Verlauf schwer fällt und die anfänglichen Erwartungen nicht sofort erfüllt. Hier bitte ich Sie um Geduld – Veränderung braucht Zeit.